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Persönliche Rundbriefe

Liebe Freunde unserer Arbeit,

Sie haben Interesse an unserer Arbeit in Guinea? Nehmen Sie sich ein wenig Zeit und haben Sie teil an den Erlebnissen und Berichten aus Guinea.

Herzliche Grüße von
Martin & Alice

 

Bestellung und Versand der persönlichen Rundbriefe der Missionare Martin & Alice Grube

Die persönlichen Rundbriefe der Missionare versenden wir nur per Brief oder per eMail, da sie z.T. sehr persönliche Dinge enthalten. Schreiben Sie uns Ihre Post- oder eMail-Adresse oder bestellen sie direkt per eMail

     
Famlie Grube
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2011 Juni Öffentlicher Rundbrief

"Ehre und Herrlichkeit sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens." (Lukas 2, 14)

ein Bericht von Martin Grube

Aus GUNIA CONAKRY
von Martin & Alice Grube

"Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen."

Dieser Vers fasst zusammen, wie er unserem Land in der letzen Zeit erging. Das Jahresende 2010 war sehr bewegend in Guinea. Vor und nach der Präsidentschaftswahl gab es viele Unruhen mit Toten, Verletzen und Plünderungen. Wieder einmal ist das Land nur knapp einem Bürgerkrieg entgangen. Wir in Labé standen in dieser Zeit im Mittelpunkt, da der unterlegene Kandidat aus Labé kommt. Wir sind dankbar, dass in diesem schwierigen Kriese keiner unserer Gemeindemitglieder Opfer der Unruhen wurde. Was geschah, war natürlich auch ein geistiger Kampf. So ist es zu erklären, dass wir, seitdem wieder Frieden im Land eingekehrt ist (Ende Dezember ),geistige Aufbrüche erleben. Der Stamm der Peuls, unter denen wir in Labé leben, ist als moslemisch und Evangeliums feindlich bekannt. Wir sind erstaunt, dass nun immer öfter Peuls in unserer Gottesdienste kommen.

Was Menschen mit Gott erlebten
Bewegend ist die Geschichte von Aissatou. Sie ist 50 Jahre alt und eine traditionelle Moslemin. Sie hat ihr Leben Jesus gegeben und ist seitdem seine freudige und treue Anhängerin. Im Dezember ließ sie sich mit 30 anderen taufen. Daraufhin wurde sie von ihrem Bruder mit einem Kabel blutig geschlagen. Ich war schockiert, sie meinte lediglich, dass das nicht schlimm sie. Drei Wochen später hat sich ihre erwachsene Tochter bekehrt. Auch sie ist so begeistert, dass sie ein Lied für Jesus geschrieben hat.

Agnes ist 17 Jahre alt und litt seit Jahren an Blutungen. Sie war bei vielen Ärzten gewesen, aber ohne den erhofften Effekt. Ihr Zustand deprimierte sie, da sie mit diesen leiden nie Heiraten konnte und somit ihre ganze Zukunft ungewiss war. Sie erlebte ihre Heilung nach einem Gebet. Inzwischen sind sie und ihr Bruder und ihre Nachbarn aktiv in der Gemeinde.

Eine andere Frau, Rose, war nach fünf Jahren Ehe noch immer kinderlos. Auch sie suchte Hilfe bei den Ärzten und dann bei den Zauberern. Das Resultat war das gleiche. Erst als sie ihr Leben Jesus gab, änderte Gott ihr Leben. Dieses Jahr hat sie einen gesunden Sohn zur Welt gebracht.

Osman Barry ist eine neue Schülerin in unserer 7. Klasse. Sie hatte Probleme mit Dämonen. Fast täglich fiel sie während des Unterrichts hin und wälzte sich auf dem Boden. Ihre Eltern waren bei vielen Ärzten und islamischen Zauberern.

Wir nahmen Osman für einen Monat zu uns in die Familie auf. Nach einer Zeit des Betens und Fastens wurde sie befreit. Was für ein Zeugnis für ihre Eltern, die schon alle Hoffnung aufgegeben hatten!

Leider ist der Gang zum islamischen Zauberer hier normal, wenn man Probleme hat. Dieser verschlimmert meistens das Unheil und lässt sich dafür noch teuer bezahlen. Viele Menschen werden von bösen Geistern geplagt. Deshalb bieten wir bei unseren Evangelisationen die befreiende Kraft Jesu Christi an. Wir verbrennen anschließend die Talismane, Glücksbringer und Schutzgürtel.

Bewegend ist auch die Geschichte von Oumou Hawa. Sie ist 20 Jahre alt und Peul, d.h. auch sie kommt aus einer traditionellen moslemischen Familie. Im Alter von 12 Jahren ist sie von einem Mangobaum gefallen, und seitdem ist sie vom Hals abwärts gelähmt. Sie liegt meistens auf einer Matte im Wohnzimmer. Jean, ein Nachbar, der eine Pflegeausbildung in Labé macht und Christ ist, besucht sie oft. So hat sie ihr Leben letztes Jahr Jesus gegeben. Sie ist nun ein lebendiges Zeugnis in ihrer Familie. Die positive Veränderung
in ihrem Leben ist keinem in der Familie verborgen geblieben.

Trotzdem wird sie wegen ihres Glaubens verfolgt. Eines Tages betete sie für ihre Schwester, die an Malaria erkrankt war. Diese wurde sofort gesund. Oumou Hawa liest eifrig die Bibel und christliche Bücher, die ich ihr bringe. Ihr Vater erlaubt nicht, dass sie sonntags in den Gottesdienst kommt.

Aber wenn er unter der Woche nicht zu Hause ist, dann kommt sie zu uns in die Bibel- oder Gebetstunde. Es ist wunderbar mit anzusehen, wie Gott wöchentlich neue Menschen zur Gemeinde hinzufügt. Nun ist für Neue kaum mehr Platz da. Jeden Sonntag kommen aber mehrere Besucher in den Gottesdienst. Wir sind dazu übergegangen, jeden Neuen zu einem persönlichen Gespräch nach dem Gottesdienst einzuladen. Dabei geben die meisten ihr Leben Jesus.

Grundstück für den Bau einer Kirche und einer Gesundheitsstation erworben

Wir brauchen dringend einen größeren Raum. Während des Besuchs von Peter Schneider im April 2010 in Guinea konnten wir ein geeignetes Grundstück für den Bau einer Kirche erwerben. Die von ihm gezeichneten Pläne sehen für das Grundstück eine Kirche für ca. 500 Personen vor und eine Gesundheitsstation für den Stadtteil. Dieser Bau ist eine große Herausforderung, nicht nur finanziell, sondern vor allem geistig. Die letzte und einzige Kirche der Stadt wurde noch vor der Unabhängigkeit des Landes erbaut und das, obwohl Labé die drittgrößte Stadt im Land ist. Labé ist eine Hochburg des Islams. Eine neue große Kirche würde
eine Befreiung für viele eingeschüchterte Christen bedeuten und wird ein Zeugnis weit über die Stadtgrenzen hinaus sein. Die christliche Schule der Mission wächst weiter.

Dieses Jahr haben wir eine 7. Klasse, also ein College aufgemacht. Obwohl wir über 400 Schüler haben, mussten wir Dutzende wegen Platzmangel abweisen. Die Schule trägt wesentlich zu dem guten Ruf der Mission in der Stadt bei. Viele Schüler und auch Eltern wurden hier von Gottes Liebe berührt.

So können wir sagen, dass das Volk der Peuls, das in großer Finsternis saß, das Licht des Evangeliums sieht.! Vielen Dank für alle Gebete und Unterstützung!

Seid alle herzlich gegrüßt,
Martin und Alice Grube mit Immanuel, Marie und Ferdinand

 

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2010 Dez. Öffentlicher Rundbrief

"Ehre und Herrlichkeit sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens." (Lukas 2, 14)

ein Bericht von Martin Grube

Wir in Guinea haben Monate lang um Frieden gebetet. Was in Deutschland so normal ist, empfindet man hier als ein kostbares Gut. Wir sind so froh über den Frieden in den letzten Tagen!

Guinea:
Unser Land war in den letzten Monaten am Rand eines Bürgerkrieges. Während der Präsidentenwahl, die sich über Monate hinzog, gab es immer wieder Unruhen mit Toten und Verletzten. Dies steigerte sich nach der Veröffentlichung des Wahlergebnisses. Der unterlegene Kandidat kommt aus Labé (unserem Wohnort), in unserer gesamten Umgebung hat er 95% der Stimmen bekommen. Dementsprechend groß waren die Enttäuschung und der Frust der Bevölkerung. Dies artete in Straßenschlachten und Plünderungen aus. Eine Woche konnten wir nicht aus dem Haus gehen. Es wurde jede Nacht bis zum Morgen geschossen. Daraufhin wurde der Notstand über Guinea ausgerufen. Durch eine Ausgangssperre von 18:00 bis 6:00 Uhr beruhigte sich die Lage ein wenig. Leider waren die Ausschreitungen auch rassistischer Art. Viele flohen nun aus Angst vor neuen Ausschreitungen.

Wir sind Gott dankbar, dass es nun wieder friedlich ist im ganzen Land. Keiner aus unserer Gemeinde wurde Opfer der Unruhen, obwohl einige im Visier der Plünderer waren. Auch hat keiner aus Angst die Stadt verlassen. Wir alle haben auf Gottes Hilfe vertraut. Wir wurden des Öfteren aufgefordert, die Stadt zu verlassen, da es keine Sicherheit mehr gab und viele Angst hatten vor eine Eskalation der Lage.
Schule: Am Dienstag fing sogar die Schule wieder an. Die Kinder waren aus Sicherheitsgründen 4 Wochen lang zu Hause geblieben.

Unsere christliche Schule
hat einen ausgezeichneten Ruf. Dieses Schuljahr sind über 400 Schüler eingeschrieben (bisher 320). Letztes Jahr hat die ganze 6. Klasse das Staatsexamen bestanden, um in das College aufgenommen zu werden. Dieser Erfolg hat sich schnell rumgesprochen, und wir hatten viel mehr Anfragen als Plätze vorhanden waren. Wir konnten dieses Jahr auch eine 7. Klasse im College eröffnen.

Gemeinde:
In den letzten Monaten bekehren sich immer mehr Moslems zu Jesus. Diesen Monat werden wir eine Taufe organisieren. Es haben sich 25 Kandidaten gemeldet. Im November haben wir einen Befreiungsgottesdienst angeboten. Ein Besessener kam sogar angekettet. Der Gottesdienst ging von 9:00 bis 17:30 Uhr.
Osman Barry ist eine neue Schülerin in unserer 7. Klasse. Auch sie hat Probleme mit Dämonen. Fast täglich fällt sie während des Unterrichts hin und wälzt sich auf den Boden. Ihre Eltern waren bei vielen Ärzten und Islamischen Zauberern. Wir nahmen Osman für einen Monat zu uns in die Familie auf.

Nach einer Zeit des Betens und Fastens wurde sie befreit. Was für ein Zeugnis für ihre Eltern, die alle Hoffnung aufgegeben hatten!

  Gebete:
Betet weiter für Guinea und den neuen Präsidenten. Es ist der erste demokratisch gewählte nach 52 Jahren Unabhängigkeit.

Betet für Finanzen für den Bau einer Kirche in Labé. Unsere Räume werden zu klein. Wir haben schon im Mai ein Grundstück direkt an der Hauptstraße gekauft.

Seid alle herzlich gegrüßt,
Martin und Alice Grube mit Immanuel, Marie und Ferdinand

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2009 Dez. Öffentlicher Rundbrief

„Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt, und diesist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.“ (1.Joh. 5,4)

ein Bericht von Martin Grube

In diesen Sommer waren wir für drei Monate in Deutschland. Wir verbrachten eine schöne Zeit und besuchten viele Gemeinden. Im Gepäck hatten wir viele gute Nachrichten, was Gott alles in den letzten Jahren in Labé / Guinea getan hat.


Hauskreis Tougue

Labé ist mit seinen 350.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt im Land und als Hochburg des Islams bekannt. Trotzdem gedeiht und wächst unsere Gemeinde. Es ist die erste Gemeindegründung, die in Labé in den letzten 50 Jahren gelang. Ansonsten gibt es nur eine Katholische und eine Evangelische Kirche, die noch vor der Unabhängigkeit des Landes entstanden sind. Wir konnten sogar vor einen Jahr eine neue Gemeinde in der Nachbarpräfektur Tougué gründen (85 km von Labé entfernt). Dort gab es noch nie eine Gemeinde. Unter den 25.000 Einwohnern haben wir keinen Christen gefunden. Nach einem Jahr Arbeit tauften wir dort 18 Neubekehrte. Dort hat uns die Stadt 3.000 qm Land gegeben, um eine christliche Schule zu bauen.

Das schönste an unserer Missionsarbeit ist, dass Menschen durch Gottes Liebe verändert werden. Jeden Monat berichten Gemeindemitgliedern von Wundern und Gebetserhörungen. Diesen Sonntag kam eine Frau am Ende des Gottesdienstes nach vorne. Sie hatte einen Traum gehabt und war deswegen heute zum ersten Mal zur Gemeinde gegangen. Auf die Frage, ob sie jetzt ihr Leben Jesus geben wollte, antwortete sie: „Was für eine dumme Frage, nach dem was ich im Traum erlebt habe, weiß ich, dass ich Jesus brauche!“


Kindergottesdienst

Unsere christliche Schule in Labé spielt in der Missionsstrategie eine wichtige Rolle. Schließlich gelten Christen im Allgemeinen als Feinde. Durch den Kontakt zu den Schülern und Eltern ist daraus aber eine große Wertschätzung geworden. So waren viele bei der Schulgründung vor sieben Jahren noch sehr misstrauisch. Bei der Schuleröffnung hatten wir nur zwei Schüler. Heute haben wir mehr Anfragen als freie Plätze verfügbar sind. Für dieses Jahr rechnen wir mit 320 Schülern in den acht Schulklassen.

Wir möchten allen ganz herzlich danken, die uns auf der Reise durch Deutschland beherbergt, versorgt, geholfen und unterstützt haben.


Martin berichtet aus der Mission

Zwischendurch nutzen wir die Zeit für ein wenig Kultur. So machten wir Ausflüge nach Wittenberg, Dresden, Hamburg mit einer Hafenrundfahrt und Berlin mit Besuch im Parlament.


Die Grubes vor dem Reichstag

Nach 40 Predigtterminen und 10.000 km waren wir aber froh, wieder nach Guinea zurück zu dürfen.

Leider hat sich die politische Lage in Guinea drastisch verschlechtert. Am 28.September kam es bei einer Demonstration zu Ausschreitungen, bei denen ca. 150 Menschen ums Leben kamen. Frauen wurden vergewaltigt, Geschäfte geplündert. Dieses Ereignis warf die ganze Nation in einen Schockzustand. Es herrscht nun die Angst, dass sich der Konflikt zu einem ethnischreligiösen ausweiten könnte. Viele Europäer haben Guinea wegen der unsicheren Lage schon verlassen.

Wir in Labé spüren diese Angst am meisten, da wir, eine Handvoll Christen, mitten unter Muslimen leben. An einem Sonntag fiel sogar die Katholische Messe aus, weil sie Angst vor Angriffen der Moslems hatten. Es war unter diesen Umständen schwieriger für uns, in diesem Land zu arbeiten. Ein Lehrer hat seinen Dienst an unserer Schule gekündigt, das eine Familie Angst hatte, in Labé zu leben. Auch bei unserem Projekt des Kirchenbaus in Labé müssen wir sehr weise vorgehen, um die Bevölkerung nicht zu provozieren. In Tougué werden unsere christlichen Sendungen im Radio nicht mehr gesendet. Gott aber hat unser Schreien gehört, und es ist inzwischen im Lande wieder ruhig.

  Bitte betet für:

  • Frieden in Guinea
  • Genehmigung für unser Gemeindebauprojekt in Labé
  • Realisierung des Schulprojekts in Tougué
  • Finanzen für die Bauprojekte

Seid alle herzlich gegrüßt,
Martin und Alice Grube mit Immanuel, Marie und Ferdinand

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2009 Juni Öffentlicher Rundbrief


Martin lehrt bei einer Konferenz

Die Schule
Eine Taufe
 
Taufe in Tougue

Seid alle herzlich gegrüßt, Martin und Alice Grube mit Immanuel, Marie und Ferdinand

 

2008 Dez. Öffentlicher Rundbrief

„Also auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, so sprechet:
Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!“ (Lukas 17, 10)
   

     
Dieser Vers erinnert uns, das alles, was wir tun und erreichen, nicht ununser Verdienst ist, noch durch unsere Kraft und Anstrengungen zustande kommt, sondern durch seine Gnade.

In den letzten Wochen und Monaten hatten wir viel Grund zur Freude. Hier einige Zeugnisse, was Gott getan hat:
Mado, eine 50-jährige Zöllnerin, die berüchtigt war für ihre Streitsucht, lag nach einem Unfall im Krankenhaus. Die Ärzte konnten bei ihren Nierenproblemen nicht helfen, und sie sollte operiert werden. Wir beteten für sie. Sie wurde geheilt, kommt regelmäßig zu allen Versammlungen und hat schon viele andere zum Glauben gebracht durch den Wandel in ihrem Leben.

Thierno trafen wir im Gefängnis. Seine Bekehrung verwirrte viele dort, da er den Koran in Gambia und Marokko studiert hat. Er war der gelehrteste Moslem im Gefängnis, und wenn er sagt, dass die Christen die Wahrheit sagen, dann überzeugt das viele dort. Nach seiner Entlassung führte sein Weg direkt zur Gemeinde. -- Auch Moussa trafen wir im Gefängnis, er interessierte sich zuerst nicht fürs Evangelium, aber das änderte sich, als sich sein taubes Ohr nach Gebet öffnete.

Die Frau vom Chauffeur des Universitätsdirektors war jahrelang verheiratet, ohne Kinder zu haben. Sie suchte Hilfe bei allen möglichen Zauberern, Medizinmännern, Scharlatanen und Ärzten. Zuletzt kamen sie zur Gemeinde, nun ist sie im vierten Monat schwanger.

Andere wurden geheilt oder von Dämonen befreit. Es kommen immer öfters Moslems aus unserer Nachbarschaft, um Gebet für ihre Probleme zu erbeten. Ich bin erstaunt, dass Gott oft in ihren Leben Wunder tut, obwohl sie sich nicht bekehren wollen. Diese neue Öffnung der Moslems geht allerdings nicht ohne Verfolgung. Schon einige bekehrte Moslems haben Schwierigkeiten in ihrer Familie bekommen. -- Im März hatten wir unsere erste Hochzeit in der Gemeinde organisiert. Wegen des Platzmangels fand die Eheschließung mit anschließender Feier im Amphitheater statt. Es ist der größte Saal der Stadt, und es kamen 400 Personen. Da über die Hälfte der Gäste Moslems waren, wurde die Hochzeit zu einer Evangelisationsveranstaltung.


  Im Juni hatten wir unsere Schulabschlussfeier (siehe Titelbild). Wegen der angespannten Lage im Land haben alle Schulen drei Wochen früher als normal geschlossen. Unsere Schule war die einzige, die ein Abschlussfest organisiert hat. Die Eltern waren sehr zufrieden mit der Schulausbildung. Wir hatten 240 Schüler in sechs Klassen. Die Schule hat einen so guten Ruf, dass man sein Kind zur Vorschule bringen muss, um später einen Platz in der Grundschule zu bekommen. Nun sind wir dabei, die letzten zwei Klassenräume auf unserem Grundstück zu bauen. Es ist ein großer Moment für uns zu sehen, dass das, was wir vor 5 Jahren mit einem Klassenraum angefangen haben, nun fertig wird. Wir sind Gott sehr dankbar für seine Treue. Vielen Dank für alle freudigen Geber und Beter für die Arbeit in Guinea.

Die neue Arbeit in Tougue geht auch voran. Im Juni hatten wir die erste Wassertaufe.

Im Hauskreis sind nun über 14 Personen, bis auf den Pastor und seiner Frau, alles neu Bekehrte. Die meisten davon Moslems. Unter ihnen eine ehemalige islamische Zauberin.

Im Mai haben wir auf unserem Grundstück einen Brunnen gegraben. Selbst das wurde zum Zeugnis, da sich der Brunnengräber bekehrt hat. Auch hat niemand in der Stadt geglaubt, dass wir auf Wasser stoßen würden, da das Grundstück auf einer Anhöhe liegt. Nach 12m Graben durch Felsen kam zur Freude aller Wasser hervor. Nun bleibt die Herausforderung, auch in Tougue eine christliche Schule zu Ehren Gottes zu bauen. Wir hoffen, mit dem Bau noch dieses Jahr beginnen zu können.

Seid alle herzlich gegrüßt, Martin und Alice Grube mit Immanuel, Marie und Ferdinand

 
„Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“
(Matth. 5, 16)

Mission hatte von je her das Ziel, Menschen aller Rassen, Kulturen, Gesellschaftsschichten und Religionen die Liebe Gottes vor Augen zu malen. Sie sollen ihn als treuen und fürsorglichen
Vater erleben! Mit obigen Worten zeigt Jesus, dass der Weg, um dieses Ziel zu erreichen, nicht nur in Worten bestehen kann, sondern dass gerade unsere Werke hierfür
entscheidend sind. Diese Erkenntnis war auch maßgeblich für die Namensgebung unserer Mission „Liebe in Aktion“ e.V.