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Öffentlicher Rundbrief
Juni 2011

     
Kirche in NgongEinweihung der Klinik und Kirche in Ngong

Einweihung der neuen Klinik
und Kirche in Ngong

Als uns vor 3 Jahren der Vertreter des Gesundheitsministeriums für die Provinz Nordkamerun, Garoua, die Bitte entgegenbrachte, eine Klinik in Ngong zu bauen, erschien uns das völlig unmöglich, denn der Lamido galt als islamischer Extremist, der Priester und Pastoren aus seinem Königreich wies mit der Begründung: "Wir sind Muslime!" Gott hat uns aber bewiesen, dass bei ihm unglaubliche Dinge möglich sind, denn dieser Lamido hat uns nicht nur die Erlaubnis gegeben, ein Health Centre zu bauen, sondern daneben auch eine Kirche. Er hat uns sogar - unfassbar für alle – das Land dafür geschenkt!

Jetzt war es endlich soweit. Trotz administrativer Hürden konnten wir am 1. Sonntag im März die neue Klinik und Kirche mit einem Fest-Gottesdienst einweihen. Vorher hatten wir einige Tage Evangelisation im Freien neben der Kirche, da diese viel zu klein gewesen wäre. Von den vielleicht 5.000 Einwohnern des Städtchens, vor allem Muslime, kamen jeweils zwischen 1.000 und 1.500 Menschen und folgten trotz leichten Regens mehrere Stunden dem Programm aus Liedern, Predigt und Zeugnissen mit größter Aufmerksamkeit.

Wie viele in diesen Abenden sich entschieden haben, Jesus ihr ganzes Leben zu übergeben, und wie viele auf wunderbare Weise geheilt wurden, können wir nur erahnen. Viele haben es uns aber direkt bezeugt. Bei der Einweihungsfeier am Sonntagmorgen war die Kirche schließlich komplett überfüllt, darunter zahlreiche Würdenträger des Königtums Tcheboua. Im ganzen Städtchen herrschte freudige Dankbarkeit.

Bereits am Montag hat unser neu zusammen gestelltes medizinisches Team überwacht von Dr Nganda von unserer Klinik in Garoua mit unserer Krankenschwester Esther Riess, die Arbeit begonnen. Wie dringend dieses Gesundheitszentrum gebraucht wurde, war jedem klar, der den Ansturm der Kranken beobachtete!

 

 

Kirche in Ngong
Das Band wird durchschnitten u.
Menschen hören von draußen

Kirche in Ngong
Große Freude in der überfüllten Kirche

Kirche in NgongPastor Mbiwan führt durch die Feier

Kirche in Ngong
Gouverneur, Präfekt und Repräsentanten des Königs feierten mit uns.

     
Kirche in Ngaoundere  

Einweihung der Kirche in Ngaoundere
vor hohen politischen und religiösen Würdenträgern

Bereits eine Woche später hatten wir die Freude, in Ngaoundere, der Hauptstadt der Provinz Adamaoua, eine Zentralkirche für die Stadt einzuweihen.

Vor Jahren sah es für uns auch dort unmöglich aus, im Herzen dieser muslimischen Stadt ein Gotteshaus zu errichten.

Auch hier spielte der islamische Lamido (König), der als mächtigster traditioneller Herrscher des Landes gilt, eine große Rolle.

     

In Gegenwart des Gouverneurs, des Regierungspräsidenten und von Repräsentanten des Königs feierten wir zusammen mit dem stellvertr. Präses der Full Gospel Mission, Pastor Daniel Mbiwan, und vieler anderer Pastoren und Evangelisten diesen Tag. Zahlreiche Gäste mussten das Geschehen von draußen verfolgen, da die 500 Sitzplätze nicht ausreichten.

Sogar in den nationalen Tagesnachrichten wurde darüber berichtet. Für mich ist eine solche Einweihung jeweils eine großartige Gelegenheit, das Evangelium Jesu Christi klar zu verkündigen, und zwar auch vor Menschen, die sonst niemals eine Kirche betreten würden. Welch durchschlagende Wirkung das Wort Gottes hat, zeigten die Grußworte einiger dieser Persönlichkeiten.

Es war offensichtlich, dass sie tief bewegt waren, auch die islamischen Repräsentanten des Königs. Er selbst war durch eine Reise verhindert. Wieder einmal hatte Gott bewiesen, dass er die Verheißung, die er mir bei unserer ersten Ausreise nach Kamerun 1974 gegeben hatte, erfüllt:. Sieh, ich habe dir eine Tür geöffnet, die niemand verschließen kann. Deine Kraft ist klein; doch du hast an meinem Wort festgehalten und unerschrocken meinen Namen bekannt." (Offb. 3, 8)

 


Der Gouverneur und Regierungspräsident

Kirche in Ngaoundere
Eröffnungsgottesdienst

Kirche in Ngaoundere
Fernsehinterview zur Eröffnung der Kirche

     
Ein muslimischer König bekennt, dass wir nichts als Gottes Wort verkünden
Es ist wirklich großartig, welche Türen Gott geöffnet hat. So erleben wir, dass uns auch muslimische Führer herzlichst empfangen.Das Geheimnis liegt wohl darin, dass sie spüren und dies auch bekennen, dass wir Muslime von ganzem Herzen lieben. Es geht uns nicht um Macht der Kirche, sondern wir verkündigen das Evangelium weil wir selbst von der Liebe Gottes überwältigt sind und deshalb keinen größeren Wunsch haben, als dass jeder Mensch diese Liebe so wie wir erfährt. Dies hat uns ein anderer islamischer Lamido des Nordens sehr deutlich gesagt und gebeten, die von uns geplante Kirche in seiner Stadt möglichst schnell zu bauen, da überall bekannt sei, dass wir uns allein an Gottes Wort halten und Menschen dadurch vor falschen und gefährlichen fanatischen Einflüssen bewahrt werden.
 
Muslimischer König
Muslimischer König
     
Es gibt noch viel zu tun!
Auf unserer Reise hatte ich auch verschiedene Baustellen zu besichtigen, alleine in Kamerun haben wir zurzeit achtzehn. Die einen werden fertig, neue kommen dazu.). Normalerweise kann ich diese von Deutschland aus nur per e-mail und Telefon als Architekt betreuen. Nun konnte ich vor Ort Korrekturen und Anweisungen direkt anbringen. Außerdem hatte ich in Georg, einem erfahrenen Montage-Ingenieur einen guten Ratgeber. Oftmals war ich überrascht über die tolle Arbeit, auf die Daniel und Ruth Beifus während ihres Einsatzes in Kamerun sehr positiven Einfluss hatten. Andererseits erlebt man auch immer wieder Enttäuschungen, die uns zu entmutigen drohen. In dem allem ist es entscheidend zu wissen, dass Mission nicht unsere, sondern Gottes Arbeit ist. Auch arbeiten wir nicht als Solisten, sondern in Gemeinschaft. Es ist für uns überwältigend zu erleben mit welchen enormen Spenden einige wenige diese Missionsarbeit ermöglichen, doch benötigen wir für die große Herausforderung noch viel mehr. Jedem einzelnen möchte ich mit all unseren Missionaren herzlich danken und ermutigen, in Eurem Einsatz nicht nachzulassen. Wir haben nur noch kurze Zeit. Diese aber wollen wir um jeden Preis ausnutzen!
Missionare Peter und Esther Schneider mit Kindern
     

Unterwegs in Kamerun

Am 4. November 2010 betraten wir zum ersten Mal in Yaoundé afrikanischen Boden. Auf einer vierwöchigen Reise mit Peter bis zum hohen Norden konnten wir sehen und bezeugen, wie viele Wunder Gott getan hat und bereit ist zu tun, wenn man sein kleines Leben aus vollem Herzen ihm zur Verfügung stellt und im Glauben bereit ist, Sachen "anzupacken". Für die restlichen drei Monate arbeiteten wir in Yaoundé. Ruth famulierte im Bethesda-Krankenhaus, und ich, Daniel, brachte mich im Handwerklichen Ausbildungszentrum für Straßenkinder ein. Herausfordernd für uns waren die Kommunikation, die Arbeitsmentalität und eine gewisse Art vom afrikanischen Selbstverständnis. Auf der anderen Seite schätzten wir sehr die Lebensfreude und Gastfreundschaft unserer afrikanischen Geschwister. Das sehr aktive Gemeindeleben war für unseren Glauben wohltuend. So wurden wir zu dem in Deutschland oft vernachlässigten Fasten und Gebet ermutigt. Ein Highlight für uns war ein gemeinsamer Tag mit den Jugendlichen aus dem Beruflichen Ausbildungszentrum für Straßenkinder. Wir luden sie zu uns ein, verwöhnten sie mit Essen, teilten mit ihnen Gottes Wort und beschenkten sie - dank unseres Freundeskreises - mit einer kompletten Fußball-Ausrüstung. Auf dem Rückweg zum Zentrum sangen die Jungen vor Freude auf der Ladefläche des altersschwachen Wagens, und wir erlebten einmal mehr, dass Geben definitiv seliger ist als Nehmen!
Ruth und Daniel Beifus

  Ruth und Daniel Beifus
Ruth und Daniel Beifus
     
 

Öffentlicher Rundbrief
Dezember 2010

     

"Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann." Joh. 9, 4

ein Bericht von Missionar Peter Schneider

Jesus war nach seinen eigenen Worten gesandt, um die verlorenen Schafe Israels zu rufen (Matth.15, 24). Er und nach ihm die Apostel waren Tag und Nacht unterwegs, um das Volk zu Gott zu rufen. Dabei bestätigte Gott selbst ihr Wirken durch außergewöhnliche Zeichen (Mark. 16, 20). Schon wenige Jahre danach aber gab es kein Israel mehr! Titus hatte die Überlebenden der Schlacht um Jerusalem gefangen weggeführt. Die Nacht war über Israel hereingebrochen, in der niemand wirken konnte. Heute gilt dieses Wort für die Nationen der Welt. Auch ihre Zeit wird bald abgelaufen sein, doch wie nie zuvor sind Missionare aus der ganzen Welt in allen Nationen unterwegs, um Menschen einzuladen, Ja zu der Liebe Gottes zu sagen! Dabei geschieht dies auf ganz unterschiedliche Weise, genau wie in der natürlichen Ernte: Es gibt Felder, die können mit dem Mähdrescher abgeerntet werden, andere müssen mit der Sense von Hand gemäht werden, weil sie an steilen Abhängen in den Bergen liegen, und noch anderes wird von Hand gelesen. So ruft Gott in Evangelisationen, wo Zigtausende zusammenkommen, zur Entscheidung für Christus, andere werden durch einen Missionar in ihrem kleinen Urwalddorf besucht und erfahren Gottes Ruf. Wieder andere hören die Botschaft durch ein persönliches Gespräch im Zug, im Taxi, am Arbeitsplatz oder in der Schule. Immer geht es um das Anliegen Gottes, der nicht will, dass auch nur ein einziger verloren geht, sondern dass ALLE gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen (1. Tim. 2, 4).

Aktuelles aus 2010
(siehe Bilder rechts)

Auch in der Arbeit von Liebe in Aktion haben wir dies im vergangenen Jahr in allen Facetten erlebt! Im Februar/März haben wir bei evangelistischen Abenden von IMPACT in Yaoundé und Douala erlebt, dass Hunderte nach vorne gelaufen kamen, um ihr JA zu der Einladung Gottes zu bekunden. Auch bei kleineren Evangelisationen im Busch erfolgte dieselbe Reaktion auf das Evangelium Jesu Christi.

Straßenkontrolle mit
überraschendem Ausgang

Besonders bewegend ist es aber immer wieder zu erleben, wie einzelne durch wenige Worte in der Liebe Jesu gesprochen berührt werden. Da werde ich von einem Polizisten bei einer Straßenkontrolle angehalten. Er sieht auf unser Auto und liest: "Jesus rettet und heilt". Seine Frage: "Sind Sie Pastor Schneider?" Als ich bejahe, beginnt er herzzerreißend zu weinen und bekennt durchs offene Fahrzeugfenster seine ganze Schuld. Miteinander rufen wir unter Tränen Jesus um Vergebung an. Mit einer herzlichen Umarmung verabschieden wir uns als neue Brüder in Christus!

Gouverneur kann Gottesdienst
nicht vergessen

Im Norden wurden wir vom Gouverneur eingeladen. Er begrüßte mich wie einen alten Bekannten, obwohl er mir völlig fremd war. Er erklärte mir: "Ich saß vor 18 Jahren in Ihrem Gottesdienst. Was ich dort erlebt habe, werde ich nie mehr vergessen! Sie überreichten mir damals eine Bibel. Seitdem lese ich jeden Morgen mit meiner Familie darin!"

Professor begegnet Gott im Schlafwagen

Im Zug nach dem Norden begrüßt mich einer der Fahrgäste: "Pastor Schneider, das ist das dritte Mal, das wir miteinander in diesem Zug sitzen! Sie haben mir letztes Mal viel von Jesus erzählt." Es entwickelt sich ein lebhaftes Gespräch, das damit endet, dass er, ein Professor der Universität, und sein Bekannter, ein Geschäftsmann, sich im Abteil niederknien und mich bitten, sie im Namen Jesus zu segnen.

Auch bei den Bauprojekten sind wir auf Gott angewiesen

Am Ziel angekommen wartet auf mich dann meist zunächst eine Baustelle mit vielen offenen Fragen und Problemen. Ein Wunder bleibt es, dass wir, obwohl wir kaum Zeit zu irgendwelchen Rundbriefen haben, immer noch erleben, dass wir die Gelder für die vielen, gegenwärtig allein in Kamerun 18 Projekte bekommen, wobei wir auch bei jedem einzelnen Widerstände aus den verschiedensten Richtungen erfahren.

 

Mission bei IMPACT


Versammlungsgebäude für IMPACT


IMPACT in Yaoundé und Douala


Peter Schneider predigt auf der IMPACT in Yaoundé und Douala


Centre de Sante


Kirche

Evangelisation im Hof eines islamischen Lamidos

Bei unserem letzten Einsatz im November durchquerten wir wie sonst das ganze Land, um diese vielen Baustellen zu betreuen, natürlich immer verbunden mit Gottesdiensten in den umliegenden Gegenden, darunter auch eine Evangelisation im Hof des Palastes eines islamischen Lamidos, der früher total feindselig gegenüber dem Evangelium war. Jetzt hörte er mit seinen Frauen dem Wort Gottes zu. Ein junger Mann, der während der Verkündigung stören wollte, mit dem ich aber dann beten durfte, bezeugte drei Tage später, dass Gott ihn von seiner hoffnungslosen Krankheit geheilt habe. Ich will aber nicht mehr über all diese Aktivitäten sagen, vielmehr über eine außergewöhnliche Begegnung mit einem Muslim.

 

     

Ein Moslem wird für uns zum Engel Gottes

Auf dem Rückweg von einer Evangelisation in dem kleinen Städtchen Waza, nach dem der große Nationalpark im Norden Kameruns benannt ist, blieben wir mit dem geliehenen Land Cruiser mitten in der Nacht plötzlich liegen. Alles Öl und Wasser waren ausgelaufen. Es gab also kein Weiterfahren mehr. Wir waren hier mitten in der Wildnis und hatten weder Öl noch Wasser bei uns. Weit und breit kein Mensch, auch kein Verkehr. Alle haben nämlich Angst vor schwerbewaffneten Straßenräubern, sogar die Polizei. Nur Gott war in Reichweite, also sagten wir unsere Not, dem der größer ist als jedes Problem: "Herr, es ist für Dich eine Kleinigkeit, einen Lkw zu senden, der bereit ist, uns in das 45 km entfernte Mora zu schleppen."
Keine 10 Minuten später hielt ein völlig neuer großer Mercedes-Actros an. Auf unsere Bitte suchte der Fahrer in typisch muslimischer Kleidung ein Seil, und einige Minuten später ging in seinem Schlepptau weiter. Die Straße voller Löcher machte ein ständiges Abbremsen und neues Anfahren nötig, und so riss das Seil wohl fünf Mal. Dreimal merkte er es erst, als wir bereits weit zurück lagen, einmal mindestens 300 m, und dann kehrte er, obwohl er rückwärtsfahren musste, mit seinem riesigen Sattelschlepper zu uns zurück, um uns aufs Neue weiterzuschleppen.
Als wir am Ziel angekommen uns bei ihm bedankten, ihm etwas für diese ungewöhnliche Hilfsbereitschaft gaben, dazu eine Bibel, erklärte er uns: ... weiter, siehe Spalte rechts

 

"Ich saß weinend in meiner Fahrerkabine und sagte: Den Gott, den diese Leute haben, möchte ich auch kennenlernen!" Als wir miteinander beteten, wiederholte er: "Euren Jesus möchte ich persönlich erfahren!" Er hat uns seitdem mehrmals angerufen, sogar in Deutschland! Für uns war er wie ein Engel Gottes. Weil ich in Mora bleiben musste, um das Fahrzeug zu reparieren, hat er die jungen Leute aus Deutschland, die mit mir waren, direkt nach Maroua gebracht. Unser Gebet ist es, dass Jesus ihm so übernatürlich begegnet, dass er ihm sein ganzes Leben übergibt!

Nach Wochen, die wir gemeinsam unterwegs waren, ließ ich Daniel und Ruth Beifus mit Viktoria Rode und Adaja Kluge zurück in Yaoundé. Sie wollen dort und in Garoua mit ihren Gaben ganz praktisch die Liebe Gottes, die sie alle persönlich erfahren haben, weitergeben. Bitte betet für ihren Einsatz genauso wie für Hans-Jürgen und Erika Klussmann und Esther Riess, aber auch die anderen Missionare Geschwister Knorr und Zimmermann von den VMF sowie zwei amerikanische Familien, die alle unter der Full Gospel Mission die Botschaft Jesu weitergeben wollen.

Missionar Peter Schneider

     

DREI MISSIONSPRAKTIKANTEN
des Theologischen Seminars BERÖA erleben Kamerun

     
ein Bericht von Simon Lempenauer, Martin Koontz und Johannes Vogt

"Wir wissen aber, dass denen die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken." (Römer 8, 28)
Wir, drei Studenten vom Theologischen Seminar Beröa (Johannes Vogt, Martin Koontz und Simon Lempenauer) erhielten über Liebe in Aktion die Möglichkeit, im Rahmen unserer Ausbildung ein Missionspraktikum in Kamerun zu absolvieren. Also sind wir am 15.02.2010 mit Peter Schneider im Gepäck in Kameruns Hauptstadt Yaounde gelandet. Die ersten paar Tage hatten wir die Möglichkeit, Yaoundé und die afrikanischen Geschwister kennenzulernen und uns an die über 40° C Temperaturunterschied zu gewöhnen. Danach fand eine große Konferenz der Full Gospel Mission im neuen Sportstadion statt, welche jeden Tag mehrere tausend Besucher anzog. Hier durften wir erleben, wie bei den abendlichen Evangelisationen regelmäßig mehrere hundert Leute dem Aufruf folgten. In der ersten Woche unternahmen wir mit Peter auch mehrere kurze Trips, um Gemeinden und Bauprojekte im Süden des Landes zu besuchen. Ein längerer Kurzeinsatz war der in Kribi, wo wir nicht nur eine entspannte Zeit am Strand und in der Sonne verbringen durften, sondern auch einen evangelistischen Einsatz organisieren und durchführen konnten, bei dem wir vielen Interessenten den Jesus-Film zeigten und erklärten. Dabei konnten wir für viele Kranke beten und mehrere Menschen zu Jesus führen.

In der zweiten Woche begann unsere Reise in den Norden. ... weiter, siehe Spalte rechts

 

Da unsere Gruppe aus dreizehn Europäern bestand, musste die eine Hälfte (Esther, Matthias, Daniel, Johannes) mit dem Zug fahren, während die andere Hälfte mit Peter in einem VW-Bus die Reise antrat. Dabei passierte Peters Gruppe Batouri im Osten, wo wir auch eine Evangelisation in einem muslimischen Stadtviertel abhielten. Hier blieben wir für zwei Tage bei dem Missionarsehepaar Klußmann, um von da aus mehrere Gemeinden und Projekte zu besuchen. Unter anderem veranstalteten wir einen Gottesdienst in einem Pygmäendorf. Im Anschluss ging die Reise weiter nach Ngaundere, von wo aus wir in einem VW-Bus und einem Land Cruiser weiter in den Norden fuhren. Ein Höhepunkt war dort der Besuch des Waza-Parks, in dem wir die verschiedensten Wildtiere bewundern konnten. Die Straße auf dem Rückweg war ein Material verzehrendes Wellblech, dass an unserem VW-Bus Radbolzen brachen, zwei Stoßdämpfer und sogar eine Feder brach. Wir waren dankbar, dass wir mit dem ramponierten Gefährt unser Ziel Yaoundé erreichten. In der gesamten Zeit hatten wir täglich die Möglichkeit, mit Menschen über Jesus zu reden, ob im Zug, auf dem Markt oder beim Essen. In den Gottesdiensten durften wir Zeugnisse erzählen und konnten in Gemeinden, in Studentenversammlungen, in einer Blindenschule und vor einem Dorf-Chef predigen. Unser Wunsch war, ein bleibender Segen für dieses Land zu sein, da auch wir durch die vielen Eindrücke und Erfahrungen sehr gesegnet wurden!

Bericht von der Krankenschwester
Esther Riess hier
   
 

Öffentlicher Rundbrief
Dezember 2009

     

„Allen Nationen muss zuvor das Evangelium gepredigt werden, . . . dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in den Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit.“ (Mk 13,10 u.26)

ein Bericht von Missionar Peter Schneider

Noch immer gibt es weltweit etwa 600 größere Volksgruppen und Stämme, die das Evangelium nie gehört haben, und Satan nutzt jede nur erdenkliche Taktik, um zu verhindern, dass irgend jemand zu ihnen als Botschafter der Liebe Gottes geht. Er hasst nichts mehr, als dass diese Menschen, die meist auch zu den Allerärmsten gehören, den Namen Jesus hören und damit die Liebe Gottes erfahren. Im Gegensatz zu uns ungläubigen Menschen zweifelt der alte Lügner nämlich keinen Tag an der Existenz Gottes (Jak. 2, 19). Nein, er glaubt an Gott und kennt dessen Macht, aber er zittert, wenn der Name Jesus nur genannt wird, denn er weiß, wenn Jesus wiederkommt, wird seine Macht über diese Welt zu Ende sein (Phil 2, 10 u. 2; Thess. 2, 8). Aus diesem Grunde unternimmt er alles, um die Mission in Misskredit zu bringen.

Er suggeriert der Welt, dass die meisten Kriege durch die ganze Geschichte Folge von religiösen Konflikten waren. Dabei wird natürlich unterschlagen, dass schon im alten Römischen Reich wahre Nachfolger Jesu nie die Jäger, sondern immer die Gejagten waren, dass es zwar in allen Religionen immer wieder um Macht in dieser Welt ging, aber im Evangelium Jesu Christi allein um das Reich Gottes. Echte Kinder Gottes bezeugen das, was ihr Herr und Heiland Jesus vor Pilatus sagte: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, dann würden meine Diener für mich kämpfen…“ (Joh. 18, 36). Er versucht Missionare durch die Medien mit fundamentalistischen Extremisten gleichzusetzen, die in Selbstmordattentaten ihr eigenes Leben und das anderer aufs Spiel setzen.

Es stimmt zwar, dass echte Christen durch die ganze Geschichte ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, aber nur um andere zu retten. Man denke nur an die Missionare, besonders Nonnen und Diakonissen, die sich aufopferten, um die armen Menschen zu pflegen, die von Aussatz, Pest, Pocken und anderen tödlichen Seuchen gezeichnet - von der Gesellschaft ausgestoßen waren. Stellvertretend für die vielen Tausenden stehen da Namen wie Mutter Theresa oder Marc Buntain.
Unser Auftrag ist derselbe geblieben, allerdings hat er durch die Medien heute globale Auswirkung und deshalb soll er global gestoppt werden. Für alle diejenigen aber, die wissen, dass mit dem Wiederkommen Jesu alle Ungerechtigkeit, aller Krieg, alles Hungern, ja alle Leiden in dieser Welt zum Ende kommen, muss dies eine Herausforderung sein, all ihre Zeit, Kraft, Gaben und Geld einzusetzen, dass dieses Evangelium alle hören.

Alles Arbeiten unserer Missionare von Liebe in Aktion, auch alle unsere nachstehend aufgelisteten Projekte: Krankenstationen, Kindergärten, Schulen, soziale Einrichtungen und Kirchen haben ausschließlich dieses eine Ziel: der Welt diese Liebe zum Anfassen klar vor Augen zu stellen.

Bedenken wir, dass unser Herr Jesus gesagt hat: „Ich muss wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.“ (Joh. 9, 4).

Wir danken deshalb für alle Gebete, praktische und finanzielle Hilfe, die uns diese Arbeit ermöglichen.

Verbunden durch den Auftrag Jesu verbleiben
wir Eure
Missionare Peter und Esther Schneider
mit Kindern


Peter beim Lamido von Ngaoundere

 

Der Bau des Kindergartens in Gada Mabanga


Kindergarten in Gada Mabanga im Bau


Kindergartenanlage


Rundhütte für Kindergruppe


Wachtürmchen


Bibelschule für Nordkamerun


Neue Klinik in Ngong




     

Aus dem Hospital Bethesda

ein Bericht von Doreen Thanner

Nach meinem Fachabitur bin ich im August 2009 nach Kamerun geflogen. Hier werde ich 10 Monate verbringen. Die ersten zwei Wochen waren wir mit Peter Schneider unterwegs, um Land und Leute kennen zu lernen. Danach habe ich zwei Wochen im Hospital Eindrücke gesammelt. Da ich jedoch keine medizinische Ausbildung habe, helfe ich nun in der Grundschule der Full Gospel Mission mit, in der ich eine englischsprachige Vorschulklasse unterrichten darf, was mir sehr gefällt!

Hier in Kamerun gibt es keinen Kindergarten wie wir ihn kennen, sondern die Kinder werden in der Vorschule in den „Basics“ fürs Schuldasein unterrichtet. Dazu gehören Zahlen, Buchstaben und Benimm-Regeln fürs alltägliche Leben.

In unserer Klasse sind es 18 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Wir haben viel Spaß zusammen und sind den ganzen Tag am Singen, Tanzen und Lachen. Daneben habe ich die Möglichkeit, das Land zu entdecken, so war ich an einem Wochenende beispielsweise in dem Full Gospel Gästehaus am Atlantik in Kribi.

Ich genieße meine Zeit hier und bin froh, einen Platz und eine Aufgabe für die nächsten Monate gefunden zu haben.


Doreen Thanner (links) und Priska Kipfer und im Lamido-Palast

 

Doreen Thanner

     

ein Bericht von Priska Kipfer

Ich komme aus der Schweiz und bin für 4 Monate in Yaoundé. Als medizinische Praxisassistentin helfe ich hier im Hospital Bethesda.

Das ist eine super Erfahrung für mich, da ich hier vieles sehen kann, wozu ich in der Schweiz keine Möglichkeit hätte; z.B. bei OPs helfen, was ich super spannend und interessant finde und schon immer gerne mal wollte.

Ja, hier läuft vieles anders als bei uns…

Kamerun ist wunderschön und hat einfach seinen eigenen Charme. In den ersten 2 Wochen hier bin ich mit Peter Schneider nach Westen (Bamenda) und Norden (Garoua, Ngong) gereist und habe so schon viel vom Land gesehen.

Die Landschaften hier in Kamerun sind einfach faszinierend! Langsam hab ich mich auch an das Temperament der Einheimischen gewöhnt und daran als Weiße automatisch im Mittelpunkt zu stehen.

Ich bin gespannt, was noch auf mich zukommt!

Bericht von der Krankenschwester
Esther Riess hier


  Priska Kipfer
 
„Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“
(Matth. 5, 16)